Nachwehen der Klassenfahrtabsage

Moin!

Neulich hatte ich euch ja berichtet, dass mein Goßer nicht zur Klassenfahrt mit durfte und das es deswegen so einigen Stress gab, z.B. verstärkt Schlafprobleme und aufkratzen der Haut.

Das zog sich bzw zieht sich bis jetzt in die Länge, obwohl es zwischendrin mit dem schlafen besser war. Die Nachwirkungen dieses Verbotes sind noch immer präsent. Das Aufkratzen ist noch verstärkt da und vor ein paar Tagen (in den Ferien) hatte er nochmal bei seinem Freund übernachtet.

Naja, er wollte es zumindest. Denn so kurz nach Mitternacht kamen die ersten Nachrichten per Whatsapp.

„Ich kann nicht schlafen.“

„Ich weiß nicht was los ist.“

„Mein Arm tut weh.“ (Aufgekratzt)

Nun, da ich nicht wollte, dass er noch mehr leidet, fragte ich ob er heim kommen möchte. Er wollte, aber leider schliefen alle. Also gab ich ihm Tipps, wie er seinen Kumpel evtl wach bekommt. Doch alles war irgendwie erfolglos und ich merkte seine Unruhe fast körperlich. Daher bat ich ihn, dass er die Eltern dann bitte versuchen sollte zu wecken. Denn einfach Nachts aus dem Haus stehlen macht man nicht und ggf würde man einen Schreck bekommen, wer da durch das Haus wandert.

Glücklicherweise wachte sein Kumpel aber doch noch auf und ich begab mich, mittlerweile schon fast 2 Uhr morgens, auf den Weg durch die Dunkelheit um ihn abzuholen.

Der Hinweg, zu Fuß, war wirklich leicht gruselig, da ein Auto plötzlich hinter mir war und das Tempo sehr verringerte. Glücklicherweise war ich da schon fast vor dem Haus. puh

Licht war an und der Große wartete schon im Hausflur.

Der Rückweg war weniger gruselig, da wir ja zu zweit waren. Er ging auch direkt in sein Zimmer und schlief bald darauf ein. Tatsächlich schlief er bis Mittags, was sehr ungewöhnlich für ihn ist.

Gestern (Ende der Ferien) bekam er dann auch noch Post. Eine Karte seiner Klasse von der Klassenfahrt.

Erfreut war er nicht, auch wenn ich versuchte ihn die Karte positiv zu reden.

Das haben sie doch nur gemacht, weil sie es mussten.“, war seine Reaktion darauf. Gefreut hat er sich jedenfalls nicht, dafür verstärkte sich sein Unmut wieder.

Tja, aus der netten Geste wurde ein Trigger und sicherlich hatte er auch recht mit seiner Aussage. Doch ich würde ihm niemals zustimmen bei solchen Vermutungen.

Ich hoffe wirklich, dass er bald darüber hinweg kommt. Doch leider sitzt die seelische Verletzung tief. Die 3 Tage zwischen Klassenfahrt und Ferien musste ich ihn auch daheim lassen. Denn er konnte einfach nicht zur Schule gehen, da er wusste, dass alle nur von der Fahrt reden würden und er sich dann schlecht fühlen würde. Dieser Gedanke machte ihn tatsächlich so zu schaffen, dass er kaum schlief, vermehrt kratzte und Magenschmerzen hatte.

 

Das Titelbild wurde von Wokandapix auf Pixabay zur Verfügung gestellt.

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