Beantragung eines Tippgerätes

Hallo ihr Lieben!

Ich sprach neulich mit den Lehrern über die häufige Arbeitsverweigerung vom Spross und wies auch mehrmals darauf hin, dass wir schon seit der Grundschule Probleme haben.

Denn wie ich bereits schon hier berichtete, wollte ich mich bei der Deutschlehrerin erkundigen, ob es möglich sei ein Tippgerät für den Großen zu beantragen, da ihm das Tippen auf dem PC viel leichter fällt.

Natürlich sprach ich erstmal mit dem Großen zuvor darüber. Da er zu dem Zeitpunkt, wo ich das bereits überlegte, noch nicht wollte, dass alle Bescheid wissen über seine Autismus Spektrum Störung. Doch nun, wo er in der Phase des “Outings” ist, möchte er diese Möglichkeit wahrnehmen. Denn es liegt ihm viel daran, in der jetzigen Klasse zu bleiben.

Schon in der Grundschule hatte er Probleme mit dem Schreiben. Häufig sagte er, dass es ihn schmerzte in der Hand, wenn er schreiben musste. Doch am Anfang dachte ich immer, dass es eine Ausrede sei. Denn ich wusste zu dem Zeitpunkt ja auch nichts von seinem “Problem”.

Sogar Ergotherapien brachten keine Besserung. Diese verkrampfte Stifthaltung und das dolle Aufdrücken blieb. Kein Wunder, wenn es dann schmerzt.

Nun, hatte ich es auch der Deutschlehrerin erklärt und wurde gebeten einen Brief von der Psychologin zuholen, wo sie drin bestätigt, dass er das Gerät braucht. Denn im Rahmen des Nachteilausgleiches, ist es möglich eben solches zu beantragen.

Klar, kein Problem. Besorge ich, dann kann sie es beantragen und der Große hat es zumindest ab dem 2. Halbjahr leichter. Ja, das dachte ich.

Tatsächlich trug ich mein Anliegen in der Praxis vor und vereinbarte mit der Arzthelferin, dass sie sich melden, wenn ich den Brief abholen kann. Doch 9 Tage passierte nichts. Also rief ich wieder an.

“Ähm, ja. Also Frau Dr. wurde informiert, aber ich glaube, sie konnte nichts damit anfangen, was ein Tippgerät ist”, erklärte mir die Dame am Telefon.

Gerne wäre ich explodiert, wie man denn bitte so…ach lassen wir das…

Daher erklärte ich ihr nochmals was das ist, wieso wir das brauchen und das ich all das schonmal erklärt hätte. Angeblich war es die Kollegin, ich bin mir aber sicher, dass es die selbe Dame war….naja, es sind ja immer die Kollegen.

Jedenfalls verstehe ich nicht, warum man nicht anruft, wenn man nicht sicher ist, was gemeint ist?

Aber das sie die Versichertenkarte noch bräuchten, das wusste sie genau und mir wurde auch mitgeteilt, dass sie mich sonst deswegen sicher mehrmals anrufen, weil sie diese wegen der Abrechnung dringend bräuchten. Hmmm, aber ich war in diesen Quartal gar nicht da, also warum wird sie benötigt?
Tja, ganz einfach. Dadurch, dass die Unterlagen der Schule erst so spät da waren, wurden sie ja auch erst im Januar ausgewertet. Ergo eine Dienstleistung erbracht, deswegen ist die Karte notwendig.

Wir haben Anfang März einen Termin, theoretisch würde die Vorlage der Versichertenkarte bis dahin eigentlich reichen, aber gut.

Gerade während ich diese Zeilen schreibe, erreicht mich tatsächlich ein Rückruf der Praxis. Die Psychologin selbst mit den Fragen, was genau gemeint wäre. Also erklärte ich es nochmals und nun verstand sie sofort was ich von ihr wollte.

Den Brief bzw das Attest kann ich die Tage rausholen.

Juhu, ein Schritt nach vorne.

Drückt die Daumen, dass ich jetzt nicht den nächsten Krimi vor mir habe. Hier geht es weiter.

Ein Kommentar

  1. Oh Mann, immer diese Bürokratie. Ich hatte auch schon das ein oder andere Mal die Rennerei wegen Rezepten, Überweisungen, Berichten etc. Das kann echt nerven. Vor allem, wenn die Zeit eilt,

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