…wenn man sich selbst übernimmt.

Hallo ihr Lieben!

Ja…..kennt ihr das, wenn man sich selber überschätzt? Ich habe es getan.

Mir war ja klar, dass ich meinen Job nicht mehr ausüben kann. Mir ist klar, dass ich die Bienen nicht mehr alleine machen kann. Mir ist klar, dass mir öfter mal was aus den Händen fällt. Mir ist klar, dass ich schlechte Tage habe, wo ich meine Arme fast gar nicht benutzen kann.

Was mir nicht klar war ist, dass ich nicht wirklich richtig eingeschätzt habe, wie eingeschränkt ich tatsächlich bin.

Im Zuge der zweiten Pflegeeinsatzberatung, wollte ich die Meltdown-Spuren im Wohnzimmer beseitigen oder zumindest entschärfen.

Das hieß in dem Fall: Löcher zu spachteln und Tiefengrund auftragen. Ja, okay, das war noch leicht machbar.

Dann ging es ans Streichen. Mein Mann strich die Ränder und meine Aufgabe war es, die Flächen mit der Rolle zustreichen. Joar, kein Ding. Schaff ich locker. Man muss ja nur die Rolle hoch und runter bewegen.

Hmhm…weit gefehlt. Die ersten Bahnen waren noch machbar. Dann merkte ich, wie sich meine Arme schwerer anfühlten und dann…dann setzte der Schmerz ein. Ich biss die Zähne zusammen, strich weiter, mir liefen vor Schmerzen die Tränen runter.

Ich konnte es nicht. Ich konnte diese “leichte” Arbeit nicht ausführen.

Mein Mann fragte: “Weinst du?”

Ich antwortete: “Nein” und verbag mein Gesicht. Gott, wie peinlich.

Doch dann konnte ich nicht mehr. Ich ging ins Bad und ließ den Schmerz raus.

Verdammt nochmal. Warum? Warum geht das einfach nicht. Ich fühlte mich so nutzlos.

Ich fühle mich immer noch schlecht in dem Wissen, dass ich auf die Hilfe anderer Menschen bei vielen Sachen angewiesen sein werde. Das macht mich irgendwie fertig. Doch muss ich wohl lernen damit zu leben…ob ich will oder nicht…

Das kann ja aufregend werden. 🙁

Jedenfalls hatte ich danach 3 Tage einen Totalausfall und jetzt noch zwei Wochen danach, brauche ich meine Armschienen noch viel öfter als sonst….hätte ich das bloß gelassen.

 

Kennt ihr auch solche Situationen? Wie geht ihr damit um?

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Das Beitragsbild wurde von stux Thanks for your Like • donations welcome auf Pixabay zur Verfügung gestellt.

3 Kommentare

  1. So einen Einblick in ihr Leben geben nicht viele doch letztlich sind wir alle Menschen. Ich kann nur erahnen wie schlecht er dir gegangen sein muss. Ich habe mich früher oft in Stress Situationen übernommen und oft Kopfschmerzen dadurch bekommen. Ich habe das Meditieren für mich entdeckt und seit dem habe ich viel gelernt und lenke bewusster das Augenmerk auf mich und das es mir gut geht. Ein liebevoller Umgang mit sich selbst kann sehr helfen. Ich wünsche dir das Beste!

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

    • Ja, das stimmt. Doch ich habe gesagt, dass ich nichts beschönigen werde, wenn ich etwas berichte. Ich denke auch, dass es anderen Menschen ebenso geht oder ähnliche Situationen erlebt haben. Man glaubt immer, man muss stark sein, anderen passiert so etwas nicht oder “stellen sich nicht so an”. Aber sie sind nicht allein.
      Toll, dass du einen Weg gefunden hast für dich. 🙂 Danke dir. Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute.
      Liebe Grüße vom schokodil

  2. Ich wünsche dir Alles Gute und baldige Besserung! Ich kenne das auch sehr gut … gerade als Frau und Mutter glaubt man immer “funktionieren” zu müssen und achtet zu wenig auf sich. Ich hoffe du kannst dich jetzt schonen und auf dich schauen!

    lg
    Verena

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