Die Sache mit dem Kindergartenplatz, Teil 4

Hallo ihr Lieben!

Nun war also Mittwoch. Der “Vorstellungstermin” vom Kleinen im Kindergarten.

Überpünktlich waren wir um 10 Uhr im Kindergarten zum vereinbarten Termin, aber die Leiterin war nicht da.
Hmmm, okay… Das verunsicherte mich nun etwas, aber wenigstens wusste die Erzieherin aus der Gruppe bescheid, wo der Kleine hin sollte.

Als erstes begrüßte sie uns und obwohl der Kleine alles total spannend fand, verkrümelt er sich doch in die nächste Ecke hinter mir, als er angesprochen wurde von der Erzieherin und noch zwei weiteren Kindern. Das war dann etwas zu viel.

Kinder wuselten überall herum…so viele Kinder…so spannend und doch befremdlich.

Wir gingen nun in die Gruppe, wo der Kleine dann rein sollte…zu den Adlern.

Hier schaute er sich erstmal um und wurde aber auch gleich neugierig. Er fing an alles zu erkunden und versucht mit seinen sehr begrenzten Wortschatz und Gestiken zu kommunizieren.

Das merkte auch die Erzieherin und wirkte dann sehr skeptisch wegen seiner geringen Sprachbildung. Daher erklärte ich auch ihr, dass wir bereits beim Pädaudiologen waren und noch alles im grünen Bereich sei…Latetalker eben.

Nachdem wir erst eine Weile drinnen waren und der Kleine alles neugierig erkundet hatte, gingen wir nach draußen. Es war zwar ziemlich ungemütlich draußen, doch auch hier spielten die Kinder und der Kleine fühlte sich auch gleich viel freier und wohler im Außengelände. Er liebt es draußen zu sein.

Hier draußen liefen die Kinder dick angezogen durch die Gegend, teilweise wie kleine Bälle…putzig anzusehen. Natürlich gab es auch viele Schnoddernasen und die Erzieherinnen hatten gefühlt nichts anderes zu tun, als die Näschen zu putzen.

Ein Ball kam auf uns zugerollt. Sofort wollte der Kleine den Ball werfen oder treten, hauptsache spielen. Doch das Kind, was zum Ball gehörte schaute verunsichert. Wer war das ? Was will der? Was macht der mit meinem Ball?

Die Kontaktaufnahme zu den anderen Kindern gestaltete sich also erstmal problematisch und dann kam es zu einem Vorfall, der es auch nicht besser machte.

Ein kleiner Junge spielte mit einem Trecker und einem Bagger. “Oh toll, Autos!” schien es im Köpfchen vom Kleinen zu rattern und schwupps hatte er den Jungen um seine Autos erleichtert.

Oh nein. Ich versuchte ihn dazu zubewegen, dem Jungen wenigstens ein Auto zurückzugeben…teilen…so wie sonst auch. Nö! Es war nichts zu machen. Der kleine Junge stand ziemlich bedröppelt vor uns und schaute auf die Autos.

Doch dann gab der Kleine dem Jungen doch plötzlich eines der Autos wieder. Zum Glück! Ich war erleichtert. Ein Drama konnte somit abgewendet werden. Dann schaute der Kleine sich das verbliebene Auto an und wollte es anschließend auch dem Jungen wiedergeben. Offensichtlich wollte mein Kleiner nur die Autos untersuchen…anschauen.

Der kleine Junge schien dem Braten aber nicht zu trauen (rw) und startete den Fluchtmodus. Mein Kleiner mit dem Auto hinterher. Eine kleine Verfolgungsjagd folgte nun. Dieses hatte zur Folge, dass der Junge jetzt lieber wieder rein wollte. Hmm, das hat jetzt nicht so gut geklappt.

Wir schauten uns dann eben den Außenbereich an. Der gigantische Sandkasten, den Bolzplatz, die Schaukeln, der Bauwagen, das Piratenschiff, das Häuschen auf Stelzen und die baldige Matschecke.

Nun spielte der Kleine ein wenig alleine. Die Netzschaukel gefiel ihm sehr gut, doch beim Schiff buddeln und klettern gefiel ihm noch mehr. Währendessen unterhielt ich mich mit der Erzieherin, wie es denn weitergehen würde.

Sie erklärte mir, dass sie sich dann telefonisch bei uns melden, wir evtl Anfang des Sommers nochmal einen Schnuppertag machen und wir eine Liste bekommen mit den benötigten Sachen.

Es war sehr kalt und nach etwas mehr als einer Stunde in der Kälte wollte ich dann langsam mal nachhause. Leider sah das mein Spross anders und spielte fleißig weiter. Zu allem Überfluss hatte er jetzt auch noch die Rutsche auf der Rückseite des Schiffes entdeckt und machte nun gar keine Anstalten mehr, überhaupt in meine Richtung zu kommen….ging ich auf ihn zu, wechselte er in den Fluchtmodus.

Auch die Tatsache, dass ich mich Richtung Ausgang begab, tangierte ihn nicht wirklich…auch nicht als ich mit dem Dreirad an ihn vorbei ging und sagte, dass ich jetzt gehe.

Erst als er merkte, dass ich fast schon um die Ecke gegangen war, kam er hinterher gelaufen.

Tja, ich würde mal sagen: Es hat ihm super gut gefallen.

Nun heißt es abwarten, ob wir den Platz nun auch wirklich bekommen. Daumen drücken!

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