Das “Outing” vor der Klasse, Teil 1

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Hallo ihr Lieben!

Wie das doch bei uns immer so ist, ging wieder alles schief, was schief gehen konnte.

Die Klassenlehrerin hatte nun endlich die versprochene Aufklärung über die Autismus Spektrum Störung meines Großen vorgenommen, doch nicht so wie geplant.

Als erstes ging schief, dass die Deutschlehrerin nicht anwesend war und die Klassenlehrerin die Aufklärung alleine machte. Der Große wartete so lange draußen mit seinen Klassenkamerad Nico* (*Name geändert), da dieser bereits durch Fragen von der Autismus Spektrum Störung wusste und sich zuhause mit seiner Mutter via Internet informiert hatte.

Zudem wollte der Große der Situation entgehen, da er annahm, dass er die ganze Zeit angestarrt werden würde.

Die Klassenlehrerin nutzte zur Aufklärung eines der von mir empfohlenen Videos und weiteres Material, welches ich ihr überlassen hatte.

Allerdings kam der Große nach der Schule völlig aufgelöst zu mir.

Die Kinder hatten ihn anschließend natürlich auf die Autimus Spektrum Störung angesprochen, weil sie noch Fragen hatten. Doch es war verwirrend.  Zwei Kinder dachten, dass der Große Tourette hätte. Andere Kinder fragten, wofür denn die Medikamente seien und warum er sich umbringen wolle.

Bitte was?!

Ich war leicht schockiert.

Medikamente? Da haben wir im Schuljahr zuvor welche genommen, was ja nicht funktionierte und hatten diese schon längst wieder abgesetzt. Ich berichtete hier: Autismus, Schule, Medikamente

Was er sich erklären konnte, waren die Zahnpflege-Kaugummis. Diese sehen aus wie rosa Pillen.
Ja, das könnte es sein. Denn leider schleppt er diese immer mit sich herum und kaut die wie normale Kaugummis, was er nicht sollte.

Suizidgefährdet ist er auch nicht. Klar hatte auch er mal Phasen, wo er sagte: “Es wäre besser, wenn ich tot wäre.” und ähnliches. Doch da war ich immer sofort mit der Psychiaterin im Gespräch und sie meinte auch, dass er keine Tendenzen zeigte. Zudem ist seine größte Angst zu sterben. Meistens hat er Angst, dass Lebensmittel und Getränke vergiftet sein könnten.

Daher setzte ich mich mit der Deutschlehrerin in Verbindung, da ich zu ihr einen besseren Draht habe und sie für kompetenter halte. Sie versprach mir, dass sie sich mit der Klassenlehrerin in Verbindung setzen würde und in der nächsten Stunde das Thema nochmal anspricht.

Das beruhigte den Großen und mich ungemein.

Tatsächlich setzte die Deutschlehrerin ihr versprechen auch 2 Tage später um. Aber davon erzähle ich euch beim nächsten Mal.

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Das Beitragsbild wurde von Gerd Altmann auf Pixabay zur Verfügung gestellt.

 

5 Kommentare

  1. Auweia, ich hoffe, der zweite Anlauf hat besser geklappt! Ich glaube, ich wäre an deiner Stelle nicht nur leicht schockiert gewesen! Fühlt Euch gedrückt!

    Liebe Grüße
    Jana

  2. Ein bisschen erschrocken war ich ja schon, dass die Deutschlehrerin gar nicht anwesend war. Immerhin ist das ja ein sehr wichtiges Thema und wenn das so abgesprochen wurde, müssen doch solche Änderungen bekannt gegeben werden. Und der Termin eventuell verlegt werden. Ich wäre wohl an deiner Stelle aus der Haut gefahren.
    Nun bin ich gespannt, ob der zweite Anlauf besser geklappt hat.

    Liebe Grüße
    Mo

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