Der Termin beim KJP mit beiden Kindern

Hallo ihr Lieben!

Nun war ich mit beiden Kindern bei unserer Kinder- und Jugendpsychiaterin (KJP).

Der Große war zuerst dran. Die KJP fragte ihn wie immer, wie es so ist und seine Antwort war auch wie immer…nämlich: “Ja, alles ist in Ordnung.”

Doch leider ist nicht alles in Ordnung. Seitdem wir inoffiziell und ein paar Tage später offiziell den Termin für den Schulbeginn bekommen haben, fingen seine Schlafprobleme wieder an und er kratzte sich die Haut auf. Zudem kam, dass er zwischendurch ein Tief hatte. Denn er hatte alle Aufgaben im Modul der Schule fast abgearbeitet und hatte dadurch den Kopf freier. Doch dann kamen quasi am selben Tag ganz viele neue Aufgaben und vor allem seine Klassenlehrerin lud eine Unmenge hoch. Ehrlich gesagt, wäre ich auch so geplättet gewesen.

Doch diese Problematik veranlasste nun seine Deutschlehrerin dazu mir mitzuteilen, dass er wohl nicht versetzt werden wird. Ich bat sie darum an die Besonderheiten zu denken und auch daran, dass er das Tablet erst seit Mai hat.

Dieses teilte ich auch unserer KJP mit und sie bat mich der Lehrerin auszurichten, dass sie den Großen doch bitte aus “pädagogischen Gründen” versetzen möchten….gerade im Hinblick auf sein “Outing“.

Natürlich leitete ich das direkt an die Lehrerin weiter. Denn wenn er jetzt nicht mitkommt, obwohl er das Zeug dazu hat, dann steht er nicht nur wieder ein weiteres Jahr hinten an…nein….auch unser “Outing” wäre dann total nutzlos gewesen.

Er würde dann wieder in eine Klasse kommen, die ihn nicht kennt….wieder eine Klasse, wo er erst vertrauen zu aufbauen müsste…wieder eine Klasse, die ihn ohne “Outing” wohl nicht ganz annehmen wird.

Ganz ehrlich…ich weiß, was passieren wird….er wird dicht machen und dann kommt er auch wieder nicht mit.

Momentan stehe ich hilflos daneben und weiß nicht, was ich noch machen soll.

Der einzige Lichtblick war, dass die Deutschlehrerin diese Woche erstaunt war, wie schnell und gut er mit dem Tablet mitarbeiten konnte. Deswegen hoffe ich inständig, dass diese Erkenntnis eine positive Auswirkung haben wird.

Währenden diesen Gespräches spielte der Kleine ganz lieb in der Spielecke des Behandlungszimmers. Er war total unauffällig bis wir dann gehen wollten. Nun ja, wir alle bis auf ihn. Der Kleine wollte weiterspielen, räumte aber dann mit dem Großen die Spielsachen ein. Das ging gut bis der Große die Schublade mit den Spielzeugen schloß. Ich nahm an, dass der Kleine die Schublade selber schließen wollte und bat den Großen diese nochmals  zu öffnen. Allerdings stellte sich heraus, dass das nicht der Grund war und er einfach nur weiterhin dort spielen wollte. Es war auch schwierig ihn aus dem Zimmer zu bekommen. Ich wollte ihn nicht auf den Arm nehmen und raustragen, weil ich annahm, dass er dann wütend werden würde. Jedoch blieb uns dann nichts anderes mehr übrig, da er nicht aus dem Zimmer kam.

Tja, was meint ihr, was passierte? Richtig….er legte los und teilte allen seinen Unmut mit. So lange bis wir aus der Tür waren.

Wir haben für den Kleinen 4 Termine mitbekommen. Dort wird ihn eine auf Kleinkinder spezialisierte Dame beim Spielen und bei anderen Interaktionen beobachten.

Aus meiner Sicht ist bei ihm so einiges besser geworden, mal schauen was festgestellt wird. Ich hatte vorab alle Auffälligkeiten auf einen Zettel geschrieben, da ich ja immer etwas vergesse. Diesen Zettel hat sich unser KJP gleich kopiert, weil der Zettel schon so strukturiert aussah. Danke 🙂

Also 4 Termine zum anschauen und 1 Termin zur Besprechung. Alles noch vorm Kindergartenbeginn und zur Logopädin sollen wir auch, weil er eben noch nicht spricht.

Der Große muss erst wieder im Herbst hin.

bis dann…..

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