Der erste Testungstermin vom Kleinen

Hallo ihr Lieben!

Heute war der erste Termin zur Testung des Kleinen. Vorab haben wir ein MBAS – Fragebogen* ausgefüllt und abgegeben. Auch den Diagnosebrief vom Pädaudiologen gaben wir, wie gewünscht, ab.

Die Dame war sehr freundlich und befragte mich, während sie anfing mit dem Kleinen zu spielen. Ball spielten sie, erst mit einen, dann mit mehreren. Interaktionen wurde beobachtet, Frusttrationstoleranz und Sprachverständnis. Danach gab sie ihm bunte Stapelbecher, die er in einer Reihe aufstellen sollte. Das machte er auch erst, entschied sich dann aber dazu lieber einen große Kreis zu legen und nachdem er mitbekam, dass es noch mehr Becher im Schrank gibt, forderte er die Dame auch auf, noch mehr Becher rauszugeben. Als sie das nicht tat, wollte er allerdings auch an den Schrank gehen.

Zwischendurch wollte er an Sachen, die er nicht durfte und reagierte auf ein Verbot dann mit Rückzug und verstecken…völlig “normal”.

Er sollte anschließend die Becher der Farbe nach sortieren und machte das auch sehr gut, gerade mit lila, was von vielen nicht erkannt wird. Eine weile stapelte er sie aufeinander, hatte dann aber keine Lust mehr und fügte einfach alle zusammen. Er half beim aufräumen und zeigte, dass er seine Schuhe einigermaßen anziehen konnte. Einigermaßen, weil die Schuhe etwas schwieriger anzuziehen waren.

Jedoch sagte die Dame, dass sie ihn auf den ersten Blick nicht in die Autismus Spektrum Störung schieben würde. Viel mehr nimmt sie an, wie ich auch schon vermutet hatte, dass er sein Entwicklungsfokus auf den kognitiven Fähigkeiten gelegt hat, so wie auf die Motorik. Er hat ein gutes Sprachverständnis, scheint aber mit der zusätzlichen Erlernung des Sprechens dadurch Probleme zu haben. Wenn sie nicht wüsste, dass er gerade 3 geworden ist, würde sie ihn wegen seiner Selbstständigkeit älter einschätzen, noch hinzukommend von der Größe. Das führt oft dazu, das vergessen wird, dass solche großen Kinder eben noch klein sind und nicht alles können. Wie ich schon einmal erwähnte, man erwartet dann mehr von ihm.

 

 

*Marburger Bewertungsskala zum Asperger Syndrom

 

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Das Beitragsbild wurde von Esi Grünhagen auf Pixabay zur Verfügung gestellt.

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