Neue Runde, neues Glück?

Hallo ihr Lieben!

Wie ich euch berichtet hatte, muss mein Großer die Klasse wiederholen. Da half leider auch nicht das Kultusministerium, welches ich angeschrieben hatte, ob es nicht eine Ausnahmeregelung gibt. Denn ich hatte gehört, dass die Kinder in anderen Bundesländern alle wegen Corona in die nächste Stufe versetzt werden.

Tatsächlich kümmert sich der Kultusminister höchstpersönlich um diese Angelegenheit, weil….ich zitiere: “Die Situation, die Sie für Ihren Sohn schildern, ist meiner Ansicht nach so bedeutsam, dass ich dieser Angelegenheit gerne etwas ausführlicher nachgehen möchte um möglichst die Situation für Ihren Sohn zu verbessern.

Toll, oder? Ich hatte ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, dass meine Email überhaupt gelesen wird, geschweige denn den Kultusminister erreicht.

Doch nach langen hin und her, reichte eine Note dann doch nicht mehr aus. Das hieß also: Keine Versetzung.

Dennoch war der Kultusminister sehr darum bemüht nun die bestmögliche Lösung für uns zu finden. Lösungen wie runterstufen auf die Realschule und sich dann wieder nach oben kämpfen oder auf dem Gymnasium zu bleiben, aber eine Ehrenrunde zu drehen. Mein Großer entschied sich für letzteres und damit alles reibungslos stattfinden konnte, wurden wir vorher in die Schule eingeladen.
Wir hatten ein Gespräch mit der neuen Klassenlehrerin und dem Gymnasialzweigsleiter unserer Schule. Beide waren sehr motiviert und wollten auch unsere Wünsche hören.

Am Anfang des Gespräches, war mein Großer sehr verkrampft. Er kratzte sich auch ständig…ein Zeichen von Stress. Doch während wir sprachen und er merkte, dass man ihn tatsächlich Gehör schenkte, entspannte er sich immer mehr.

Anschließend an dem Gespräch durfte er sich auch schon das neue Klassenzimmer ansehen und sich einen Sitzplatz aussuchen. Mein Großer entschied sich für die mittlere Reihe mit Fensterplatz. Er schaut gerne aus dem Fenster und braucht das um einen Overload abzuwenden.

Mein Großer ging mit einen guten Gefühl aus diesem Termin. Erstaunt sagte er: “Mama, die beiden sind ja voll nett. Das hätte ich nicht gedacht und sie haben mich sogar angehört.”
Er war deswegen so erstaunt, weil er so etwas von Pädagogen noch nicht erlebt hatte. Sogar der Schulzweigsleiter bot ihm an jederzeit zu kontaktieren…entweder direkt in der Schule oder auch per Mail.

Was von der Schulseite aus wünschenswert wäre, ist dass wir zum Schulstart eine/n Schulbegleiter/in hätten. Doch da war das Jugendamt noch nicht sehr erfolgreich. Was mich bei der Vielzahl an Stellenangebote für SBs und gezielten Suchen für Schüler/innen mit Bedarf nicht wundert.

Wir werden also sehen, wie die ersten Tage in der Schule verlaufen werden. Ich hoffe, dass es einigermaßen geregelt läuft und mein Großer nicht zu sehr “dicht macht”.

Wie immer, werde ich weiter darüber berichten.

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