Kindergarten Eingewöhnungsphase

Hallo ihr Lieben!

Wie ich euch ja berichtet hatte, geht der Kleine jetzt seit Ende August in den Kindergarten.

Ach, was hatte ich mich gefreut. Endlich hat der Kleine Spielkameraden, bekommt fremdes Input und ich etwas Zeit für mich.

Zeit für Haus und Garten, Zeit die ich mal ein bisschen für mich nutzen kann, vielleicht auch Zeit für einen kleinen Minijob. Endlich ein bisschen Geld dazuverdienen…sich endlich mal was gönnen können und sich nicht von einen Monat zum anderen hangeln.

Doch leider ist das Leben kein Ponyhof. Denn wie immer kommt es anders als man denkt. Erst die Sache mit dem Großen und der Schule und dann lief es mit dem Kindergarten auch nicht wie gedacht.

Mein Kleiner, vielleicht zweimal in seinem Leben krank gewesen, ist dauerkrank.

Ja, wirklich.

Das erste Mal brachte ich ihn hin. Alles toll. Ich saß in der Gruppe, damit ich präsent war. Doch zu 95% ignorierte mich mein Kind. Beim zweiten Mal saß ich dann auf dem Flur im Wartebereich, auch diesmal vermisste mich mein Kind nicht. Dann war der Zwerg krank. Er musste sich übergeben. Kindergartenpause.

Danach brachte ich ihn wieder hin, durfte diesmal aber für 1,5 Stunden gehen. Abholen war dann echt lustig. Das Kind wollte nicht heim. Es lief weg, versteckte sich auf den Spielgeräten. Tja, was mach ich jetzt? Wie blöd hinterherrennen? Warten? Die “Ich-gehe-jetzt“-Taktik? Was mache ich am besten, um hier kein Theater zu machen. Ich entschied mich für letzteres und dann fürs warten. Keine Chance.

Da mich die Erzieher offenkundig loswerden wollten, versuchten sie mich zu unterstützen. Das war mir natürlich unangenehm und daher erklärte ich ihnen, warum ich mich zurückhielt. Ich war mir nämlich sehr sicher, wenn ich ihn mir einfach schnappen würde, würde er alles zusammen blöken. Allerdings meinten die Erzieher, dass ich das ruhig machen sollte. Frei nach dem Motto: “Egal ob das Kind hier abdreht, Hauptsache sie gehen jetzt.

Na gut, ich schnappte mir das Kind, sammelte die Stiefel ein, welche vor Wut beim wegtragen überall hin getreten wurden, Blicke verfolgten mich und ich wäre am liebsten ins nächste Erdloch versunken, während Junior sich auf meinen Armen wand wie ein Aal. Ich hatte zwar Schmerzen dabei, weil ja meine Schultern defekt sind, aber der Wille das Kind auf keinen Fall fallen zulassen war größer.
Die folgenden Tage waren nicht viel besser. Ich musste mir was überlegen. Also packte ich was schmackhaftes zu trinken ein, wenn ich ihn abholte und seinen Antistress-Nuckel. Ja, hat er noch. Aber nur bedingt.
Nach einigen Tagen erzählte mir eine Erzieherin, dass er nichts Essen würde. Während die Erzieherin eher genervt davon war, schrillten bei mir bereits die Alarmglocken. Kind isst nichts? Nicht gut….dann wird er meistens krank.

Nun, so kam es dann auch. Erkältung. Vom Arzt als “Kein Corona” eingestuft blieb er erstmal daheim. Nach 48 Stunden Symptomfreiheit brachte ich ihn dann wieder in den Kindergarten. Ja!!!! Endlich!!! Er freute sich endlich wieder in den Kindergarten zu können.

Jetzt stiegen wir auch auf normal morgens bringen und Mittags abholen um. Den ersten Tag aß er wieder nichts, aber das war mir schon klar, als ich den Speiseplan sah. Das war nicht so sein Geschmack. Am zweiten Tag aß er richtig gut, dann kam wieder “Ihr Kind hat nichts gegessen.”
Oh bitte nein. Das kann doch nicht schon wieder so sein. Wird der Zwerg etwas wieder krank oder war das Essen nicht nach seinen Geschmack. Nach einen Blick auf das Menü hoffte ich, dass es am Essen lag….aber weit gefehlt.
Schnupfen, Husten, erhöhte Temperatur, keinen Hunger, Hals doof….ja, schön. Dann bleiben wir mal ein paar Tage daheim.

Ein paar Tage bevor ich ihn wieder in den Kindergarten geben wollte, fiel mein Blick durch Zufall auf die Corona App.
Grün, aber mit dem Verweis: 1 Begegnung mit niedrigen Risiko

Ja und nun? Zur Sicherheit rief ich beim Hausarzt an und wurde gebeten am Samstag in die Praxis zu kommen. Am Samstag? Ja, die Praxis wäre Donnerstag und Freitag geschlossen und am heutigen Mittwoch wäre keine Untersuchung mehr möglich. Okay. Also darf ich jetzt bis Samstag warten und dann wer weiß wie lange auf das Ergebnis.

Tja und das Ergebnis war dann erst am Dienstag um 12 Uhr da. Es war negativ.

Also brachte ich den Kleinen am Mittwoch wieder in den Kindergarten. Er freute sich. Aber als ich ihn abholte, war er sehr froh mich zu sehen und kam auch direkt mit. “Da stimmt doch was nicht,” war mein erster Gedanke. Kaum hatte ich es zuende gedacht, kam auch schon eine Erzieherin und erzählte mir: “Er hat nichts gegessen.”

Seufz! *rolleyes* Ach, bitte nicht.

Aber doch. Auch daheim verweigerte er Essen, die Nacht jammerte er im Schlaf und morgens als er aufwachte, übergab er sich direkt zweimal.

Yay! Jackpott!

Ich nehme an, dass es verstopfungsbedingt war. Vielleicht auch ein bisschen Stress. Denn er erzählte mir, dass er ausgeschimpfte wurde im Kindergarten und ein Kind ihn in den Magen geboxt hätte. Da er deswegen Freitag nicht mehr in den Kindergarten wollte, behielt ich ihn daheim. Aber Montag geht es wieder hin und dann gehe ich der Sache mal auf den Grund.

Also wie ihr seht. Läuft eine Eingewöhungsphase nicht immer gut. Ich bin nur froh, dass ich diesmal nichts eingeplant hatte….Arbeitstechnisch. Denn den Job wäre ich direkt wieder los gewesen.

 

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