Autismus, Schule, Medikamente, Teil 12

Puh, da hab ich einen Bock geschossen.

Sohnemann wollte/sollte mit der Klasse auf die Ideenexpo. Alles klar.

Ich habe alles vorbereitet. Getränke, Essen, seine heißgeliebten selbstgemachten Quetschies und dann noch die Einwilligungserklärungen. Für jede Attraktion brauchte man eine seperate Einwilligung. Es waren dann genau 11 Stück.

Jetzt kam Tag X. Alles eingepackt, Formulare mitgegeben, viel Spaß gewünscht und ab dafür.

Aber dann nahm das Schicksal seinen Lauf.

Ausgerechnet die Einwilligung, dass er mitgehen darf fehlte. Keine Ahnung wieso, weshalb oder warum, aber ich hatte sie nicht im Stapel.

Ansich kein Problem. Aber es wurde eines.

Die Lehrerin teilte den Großen mit, dass sie uns kurz anrufen würde. Normalerweise hätte man gefragt: „Wieso? Kann ich trotzdem mit?“ Ja, normalerweise.

Diese Situation setzte dem Großen aber derart zu, das er in den Overload geriet. Er schimpfte und lief einfach über die Strasse. Er wollte zur Bushaltestelle, Richtung nach Hause. Für ihn war klar: Er hat das Formular nicht dabei, er darf dann nicht mit, er wird wieder ausgegrenzt. Das war seine Erfahrung in der Grundschule.

Er verstand nicht, dass die Lehrerin einfach nur ein OK von uns wollte.

Sie erreichte mich nicht, da ich den Kleinen gerade ins Bett brachte und rief daher meinen Mann an. Was den Großen noch mehr in Rage versetzte, denn er wusste, dass man Papa auf Arbeit nur anrufen sollte, wenn Holland in Not ist.

Dieser Overload, der sich zum Meltdown wandelte, wiederum verunsicherte die Lehrerin dermaßen, dass sie meinen Mann mitteilte, dass sie eigentlich nur unsere Zustimmung wollte, ihn nun aber lieber doch nicht in diesen Zustand mitnehmen möchte. Sie hatte Sorge, dass sie der Situation nicht Herr wird, da sie ja auch noch die anderen Schüler dabei hatte und mehrfach mit ihnen umsteigen musste.

Natürlich, völlig verständlich.

Also hatte ich kurze Zeit später, ohne Vorwarnung, ein aufgelöstes Kind vor mir stehen und ein paar Stunden später einen aufgewühlten Mann. Denn unplanmäßige Anrufe lösen bei ihm wiederum einen Overload aus, gerade wenn es Erzieher oder Behörden sind. Dazu dann noch das „Rolle spielen“ auf Arbeit.

Herzlichen Dank. Durch eine kleine Unaufmerksamkeit meinerseits, eine mittelschwere Katastrophe. Der Tag war nun also für uns alle gelaufen.

Nun warte ich eigentlich noch auf einen Anruf der Lehrerin, denn sie wollte mit mir nochmal über den Nachteilausgleich reden. Also wie er definiert ist für den Großen und ich habe eine Rückmeldung auf meine Mail erwartet, in der ich die Ursache des Overloads erklärt hatte. Bisher kam aber nichts. Mal abwarten.

Kennt ihr auch solche Situationen?

 

 

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2 Kommentare

  1. Die Mutter eines 12-jährigen Sohnes, Shirfa Klein, ist ein starker Befürworter der Verwendung von CBD-Öl zur Überwindung von Autismus. Bei seinem Sohn wurde im Alter von nur 2 Jahren schwerer Autismus diagnostiziert. Laut Klein hat die Verwendung von CBD-Öl für ihren Sohn ein Wunder bewirkt, und er konzentriert sich jetzt mehr auf die Schule. Er kann neue Konzepte leicht verstehen und im Klassenzimmer mehrstufige Anweisungen befolgen.
    Shirfa Klein ist Frühpädagogin und versteht die Gefühle, Ängste und das Stigma der Eltern autistischer Kinder. Ihrer Meinung nach ermutigt sie die Eltern, die verfügbaren Ressourcen für Methoden wie Therapien zu nutzen, betont aber gleichzeitig die Zugabe von CBD-Öl aus einer zuverlässigen Quelle zu ihrer Wiederherstellungsroutine.
    https://formulaswiss.com/blogs/cbd-and-autism/can-cbd-help-with-autism
    Es ist nicht das erste Mal, dass ich solche Nachrichten lese, die Hoffnung geben. Was denkst du?
    Hat jemand, den Sie kennen, ähnliche Ergebnisse?
    denke, um es zu versuchen.

    • Hallo Mel!

      Lieben Dank für deinen Kommentar.
      Auch wir haben uns bereits mit dem Thema CBD-Öl beschäftigt, da die üblichen Medikamente außer Nebenwirkungen keine Besserung brachten.
      Wie ich in meinen Blogbeitrag https://schokodil.blog/?p=531 bereits erwähnt habe, wollten wir das CBD-Öl auch gerne ausprobieren.
      Ich werde mich also noch in einen seperaten Blogbeitrag dazu äußern, wenn bei uns die Testphase abgeschlossen ist. Daher möchte ich dem hier jetzt noch nicht vorgreifen. Ich hoffe du verstehst das. Den verlinkten Artikel werde ich mir später einmal ansehen, vielen Dank dafür.

      Liebe Grüße vom Schokodil

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